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Der Megatrend Globalisierung ist eng verwandt mit anderen Megatrends, z.B. dem Megatrend Vernetzung und Megatrend Englisch.
War es von wenigen Generationen noch ein großer Ausflug, einen Ort in 30 km Entfernung zu besuchen, so ist heute nicht ungewöhnlich morgens zu einem Geschäftstreffen in Warschau zu fliegen und abends wieder mit der Familie am Abendbrottisch zu sitzen - mit weniger Reisezeit als dazumal der Ausritt in den Nachbarort.
Fand vor weniger als einer Generation noch die Mehrzahl der internationalen Kommunikation auf dem Postwege statt, mit Laufzeiten von 4 - 14 Tagen in einer Richtung, so findet heutzutage die Mehrzahl der internationalen Kommunikation elektronisch statt, mit Laufzeiten von Sekundenbruchteilen.
Technologien des neuen Millenniums wie VoIP und Videokonferenz ermöglichen es, weitgehend kostenlos und jederzeit mit jeder Person weltweit in Kontakt zu treten. Internationale Grenzen werden damit immer bedeutungsloser. Soziale Modelle der Vergangenheit, wie der "sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz" werden immer mehr an Relevanz verlieren. Nicht mehr ein patriarchalischer Arbeitgeber oder Staat wird primär verantwortlich sein für die Wohlfahrt des Einzelnen, sondern Verantwortung wird zurück übertragen zum Individuum.
Die Rückübertragung von Eigenverantwortung an das Individuum und der internationale Wettbewerb werden dafür sorgen, dass Nationen mit einem starken Fokus auf Bildung vorankommen werden und Nationen mit einem schwach ausgeprägten Bildungsfokus verlieren werden. Denn hoch gebildete Individuen werden im internationalen Wettbewerb der Wissensgesellschaft die besten Chancen haben. Wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben möchte, dann müssen die Schwächen des deutschen Bildungssystems ernsthaft in Angriff genommen werden. Die asiatischen Länder mit einer starken Bildungstradition, wie Singapore, Taiwan, China, Korea, Japan usw. werden in der Weltwirtschaft weiterhin an Bedeutung gewinnen während Länder mit rudimentären Bildungssystemen wie große Teile von Afrika ohne gravierende strukturelle Veränderungen weiterhin die Sorgenkinder der Weltwirtschaft darstellen werden.
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