Eine gemeinsame Sprache für die gesamte Menschheit ist ein uralter Traum, der aber an mangelnder Bildungsbreite, mangelnden technologischen Voraussetzungen, und letztlich auch mangelnder Notwendigkeit scheitern musste. So wurde aus Esperanto zum Beispiel nie mehr als ein Zeitvertreib für Hobbyanhänger.
Latein war bis zu einem gewissen Grad eine gemeinsame Sprache in Europa und Randgebieten bin hinein in das späte Mittelalter. Die Notwendigkeit für internationale Kommunikation war jedoch auf den Klerus und Hochadel beschränkt. Französisch war über ein paar Jahrhunderte die europäische Hofsprache. Das breite Volk jedoch hatte kaum Gelegenheiten sich in ein anderes Sprachgebiet zu bewegen und somit bestand keine praktische Notwendigkeit für eine Weltsprache.
Wenn man vom Urlaub in der Toscana einmal absieht, dann ist die Globalisierung der breiten Massen ein völlig neues Phänomen, das erst durch die Kommunikationsrevolution seit der Jahrtausendwende richtig in Schwung gekommen ist. Der Megatrend Globalisierung führt zwingend dazu, dass eine gemeinsame Sprache gefunden werden muss. Diese gemeinsame Sprache wird Englisch sein.
Englisch wurde mit dem Imperialismus der Kolonialzeit in der ganzen Welt verbreitet. Die britische Dominanz der Weltwirtschaft wurde nach dem 2. Weltkrieg von der amerikanischen abgelöst. Die Sprache blieb englisch. Die USA und Kanada als reiche, einwanderungsfreundliche Länder zogen nach dem 2. Weltkrieg die besten Wissenschaftler und den besten Intellekt aus aller Welt an, mit dem Resultat, dass keine Region der Welt auch nur annähernd so innovativ war wie Nordamerika. Von Disney bis Coca Cola, von Microsoft bis Steven Spielberg - die amerikanische Kultur und Wirtschaft dominiert seit fast drei Generationen die Weltszene von Berlin bis Beijing. Die Sprache der Wissenschaft ist englisch. Die Sprache des Handels ist englisch. Die Sprache des Tourismus ist weitgehend englisch.
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