Vor dreißig Jahren malte der Club of Rome eine Horrorzukunft von Übervölkerung und materieller Knappheit. Vor vierzig Jahren hatte die Bundesrepublik Deutschland das geburtenreichste Jahr überhaupt.
Die Zuwachsrate der Weltbevölkerung ist überall drastisch gesunken, einschließlich Afrika und Asien. In den Industriestaaten werden schon seit vielen Jahren weniger Kinder geboren, als zur Aufrechterhaltung der jetzigen Population notwendig wären. Wenn derzeitige Trends anhalten, dann wird die Weltbevölkerung um das Jahr 2050 einen Gipfel erreichen und danach wieder sinken.
Der Megatrend Demographie steht in einem engen Zusammenhang mit dem Megatrend Bildung und Frauen. Eine jüngere Studie in Norditalien illustriert diesen Punkt. In Norditalien trifft eine relativ patriarchalisch geprägte Gesellschaft mit einem hohen Bildungsniveau aufeinander. Eine akademisch ausgebildete Frau sieht selten ihren Lebensinhalt darin, in einem männlich dominierten Haushalt für die Küche und Reinigung verantwortlich zu sein. Als Konsequenz wählen bis zu 50% akademischer Frauen, kinderlos zu bleiben. Eine Hochrechnung derzeitiger Bevölkerungstrends in Norditalien würde daher zu der Schlussfolgerung führen, dass es in ca. 500 Jahren nur noch zwei Italiener geben wird, die sich bei einer Tasse Cappuccino über den vergangenen Ruhm des römischen Reiches unterhalten können.
Der Megatrend Demographie führt zu einer Reihe von Schlussfolgerungen, von denen hier nur zwei genannt seien
Arbeitslosigkeit: Das derzeitige Problem Arbeitslosigkeit wird sich mit dem Ausscheiden der Babyboomgeneration aus dem Arbeitsmarkt binnen zehn Jahren in einen Arbeitskräftemangel verwandeln. Vernetzung und Globalisierung werden dazu führen, dass der innovative Unternehmer auf Talente in der ganzen Welt für ihre Besetzung zugreifen wird.
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