Unter dem Megatrend Globalisierung behandeln wir das Thema Wissensgesellschaft.
Bildungstrends der letzten 50 Jahre werden das Gleichgewicht von Frauen in der Wissensgesellschaft der Zukunft zu Ungunsten von Männern verschieben.
In den frühen Jahren der menschlichen Zivilisation war Muskelkraft ein wesentlicher Bestandteil von gesellschaftlichem Erfolg. Männer gingen hinaus und jagten, Frauen saßen zu Hause und pflegten Heim und Kinder. Männer wetteiferten mit der Natur und miteinander für Dominanz - Frauen pflegten zwischenmenschliche Beziehungen im engen Rahmen. Auch in der Landwirtschaft und in der produzierenden Industrie war Muskelkraft von entscheidendem Vorteil.
Muskelkraft ist immer weniger gefragt, da Maschinen die Schwerarbeiten übernehmen. Denken bleibt nach wie vor dem menschlichen Geiste vorbehalten. Gezieltes Denken erfordert Wissen, sprich Bildung.
Frauen haben Männer im Bildungsniveau in den letzten 50 Jahren nicht nur eingeholt, sondern in vielen Bereichen überholt. Im Jahre 1995 waren Deutsche ohne jeglichen Schulabschluss zu 35% weiblich und zu 65% männlich. Hauptschulabsolventen waren zu 41% weiblich und zu 59% männlich. Realschulabsolventen sind zu 52% weiblich und 48% männlich. Auch bei Hochschulreife haben Frauen einen Zahlenvorsprung von 52% zu 48% - obwohl mehr Jungen als Mädchen geboren werden. Auch in Lehrberufen haben mehr Frauen als Männer eine abgeschlossene Lehre. Lediglich auf dem Hochschulniveau sind Frauen noch geringfügig in der Minderheit (49% gegen 51%). Aber auch hier ist die Tendenz steigend, wenngleich fachlich unausgewogen. Männer dominieren technische Fächer wir Ingenieurswesen, Frauen repräsentieren mehr als die Hälfte der sozialen Berufe wie Geisteswissenschaften oder auch Medizin.
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