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Im Januar 2004 hielt die wissenschaftliche Welt den Atem an, als der Mars Rover "Spirit" plötzlich verstummte. Eine Mission im Werte von Hunderten von Millionen Dollar stand auf dem Spiel. Im Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien arbeitete man rund um die Uhr. Man fand heraus, dass der Rechner in der Sonde in eine unendliche Schleife von Neustarts gefallen war. Das Problem wurde im Labor simuliert und es gelang den Wissenschaftlern per Funkfernwartung, die Startsequenz des Rechners zu ändern, so dass ein Neustart und eine Neuprogrammierung möglich waren.
Fernwartung ist mitnichten auf interplanetarische Probleme beschränkt, sondern hat auch im terrestrischen Bereich viele Vorteile. Praktisch jeder moderne Computer heutzutage kann problemlos aus der Ferne gewartet werden. Sichere, verschlüsselte Fernwartungsprogramme können eingesetzt werden, die Maus und Tastaturkontrolle und Bildschirmansicht an einen Servicetechniker übergeben, der an einem entfernten Standort sitzt.
Neunzig Prozent und mehr aller Computerprobleme sind Softwareprobleme. Es macht absolut keinen Unterschied, ob der Techniker die Software über eine Maus bedient, die einen Meter von dem Rechner entfernt ist oder 1000 km. Das Rechnernetzwerk von BPG ist über mehrere Standorte in mehreren Ländern verteilt. Die Wartung und Netzwerkadministration ist zentral in Brasov konzentriert. Der kleine Anteil an EDV Problemen, der auf Hardware entfällt, kann mit wenigen Ausnahmen ohne Einschränkung unter Mithilfe des Personals vor Ort gelöst werden. Das Personal vor Ort muss eventuell ein Kabel einstecken oder eine CD, seltener etwas ernsthafteres, wie eine Festplatte auswechseln. Komplexere Hardwareaufgaben können immer noch an lokales Fachpersonal verwiesen werden, oder ein Laie wird telefonisch, auch unter Mithilfe einer Webcam, angewiesen.
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